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Die Geschichte

 

 
 

krizStadt Asch, 666 mü.M

In der Zeit der Völkerwanderung blieb Ascher Region mit vielen Wäldern und Sümpfen unbesiedelt. Erst von dem 11. Jahrhunderts haben dieses Gebiet die deutschen Koloniste besiedelt. Die Deutschen kommen aus Süden. Ihre Ortschaften haben hier die Vögte aus Weiden, die Vorgänger der Herren aus Plauen, die das Ascher Gebiet gerechtwidrig die ganze Zeit der Staufregierung in den Jahren 1146 - 1266 beherrst haben, gegründet. Erst im Jahre 1281 hat der deutsche Kaiser den Vögten aus Weiden dieses Gebiet rechtsgültig gegeben. Im Ascher Gebiet haben sich die Staufer Ministerialer - die Herren von Neuberg angesiedelt. Von Heinrich aus Plauen kaufte das verpfändete Gebiet im Jahre 1331 Johann von Luxemburg und im gleichen Jahr unerwarf sich ihm auch Albert von Neuberg.

Das Ascher Gebiet, als von Abgaben und Steuern befreites böhmisches Lehen, wurde zu einer autonomen Mikroregion. Um das Jahr 1394 starb ohne einen mänlichen Nachkommen Konrad von Neuberg und durch die Heirat von Konrad Zedtwitz mit Hedwig von Neuberg ging Neuberg und Aš in die Hände von Zedtwitzern, die im Ascher Gebiet schon seit 1334 siedelten.


kasnaAls König Sigismund im Jahre 1422 mit einer Urkunden Lehenbesitz der Neubergs in der Region Aš und alle vorherigen Befreiungen und Privilegien bekräftigte, wurde damit faktisch die Lösung der Region Aš von Gebiet von Cheb besiegelt und die Familie Zedtwitz wurde zu direkten Untertanen des böhmischen Königs.

Im Jahre 1557 wurde die Region von Ferdinand den I. neuerlich zum unmittelbaren Lehen der Böhmischen Krone erklärt. Die Autonomie des Gebietes Aš hat die Zedtwitzer vor der Konfiskation im Jahre 1620 beschützt und durch den politischen Druck von Brandenburg und Sachsen blieb das Gebiet protestantisch. Kaiser Leopold bestätigte im Jahre 1659 das Gebiet Aš als Lehen der Zedtwitzer und bestätigte auch alle Freiheiten, dadurch konnte Aš wieder der Eingliederung zu Cheb wiederstehen und blieb ein unabhängiges Reichgut. Nach der Eingliederung von Cheb zum Böhmischen Königsreich wurde auch Aš als Teil von Cheb und des Böhmischen Königsreiches von den Habsburgern betrachtet. Im Jahre 1775 gab Maria Theresia die Teperamentpunkte heraus, der Region Aš wurde Glaubensfreiheit zugesichert, aber ihre autonome Entwicklung fand ein Ende. Sie wurde zu einem normalen Bestandteil des Königsreiches Böhmen und musste wie jedes andere Land der Habsburgermonarchie sogleich die theresianischen Reformen akzeptieren.Definitiv endeten alle spezifischen Rechte der Region Aš mit der Abschaffung der Frondienstes im Jahre 1848. Im Durch die Konstitierung des politischen Bezirkes Aš im Jahre 1850 erweitert sich das Verwaltungsteritorium von Aš und im Jahre 1854 wurde ein Kreisgericht eingerichtet. Die Rechte der Zedtwitzer, die fast 500 Jahre das Gebiet beherrschten, wurde hiermit aufgehoben.

 

strojEinen wirtschaftlichen Aufschwung erlebten schon anfangs des Jahrhunderts die Industrielen, die den gesammten Besitz der Zedtwitzer in ihren Händen hatten. Im Rahmen vom Österreich-Ungarischen Reiches kam es zu guten Textilexportbedingungen, die zu einem schnellen Aufschwung der Textilbetriebe in Aš führten. Wichtig ist das Jahr 1864, als Aš eine Bahnverbindung mit Cheb und Hof bekam und in Aš wurden die ersten mechanischen Webstühle eingeführt. Der Aufschwung der Textilindustrie trug dazu bei, dass Aš auch mehr Bewohner hatte und im Jahr 1872 zu einer Stadt wurde. Die steigende Textilproduktion am Anfang des 20 Jahrhunderts führte zur Konzentration der Produktion in grossen Fabriken und mit wachsender Zahl von Einwohnern. Die Zahl der Einwohner wuchs von 9 405 im Jahre 1869 bis zu 21 880 im Jahre 1910.


namestiEinzigartig verlief auch die Eingliederung von Aš in den neuen Tschechoslowakischen Staat im Jahre 1918. Die politische Macht übte ein Soldatenrat aus, dieser Rat lehnte die Forderung der Separatisten aus Cheb, die den Anschluss zu Bayern forderten, ab. Nach der Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Textilbetriebe in Aš, kam es auch zum Ausbau der Stadt. Im Jahre 1927 wurde der Zentrale Friedhof eröffnet, im Jahre 1928 wurde die neue Post eröffnet und im Jahre 1937 das Krankenhaus. Ende des Jahres 1937 hatten die meisten Textilbetriebe der Stadt grosse Probleme. Der Grund war die immer schlechtere politische Lage der Region. Die politische Macht übernahm die Sudetendeutsche Partei. Die tschechischen Bewohner verliessen die Stadt. Am 21. März 1938, neun Tage nach der Unterzeichnung des Münchner Abkommen, wurde das Gebiet von Aš vom Sudetendeutschen Freikorps besetzt. Die nazistische Okupation endete mit der Befreiung von Aš durch die amerikanische Armee am 20. April 1945.

Nach und nach lebte die Stadt wieder auf und der Betrieb der Textilfabriken wurde aufgenommen.

kostelWeil viele Deutsche im Jahre 1946 ausgesiedelt wurden, weringerte sich die Zahl der Bewohner fast auf die Hälfte. Und viele Werkstätte und Fabriken mussten gescholossen werden. In den 50-ger Jahren kam es in Folge einer Grenzzone im ganzen Gebiet des Bezirkes zu einer weiteren Veringerung der Bewohnerzahl und wegen mangelder Arbeitskraft mussten weitere Betriebe geschlossen werden. Die Strickfabriken wurden in den Betrieb n.p. Tosta eingegliedert, die Webereien in den Betrieb n.p. Textilana Liberec, Betrieb Ohara Aš und die Betriebe die Spitzen herstellen in den Betrieb Krajka Kraslice. Weil die Zahl der Bewohner ständig sang, blieb eine ganze Reihe der Häuser unbewohnt und weil es an Mitteln für den Wiederaufbau fehlte, mussten sie abgerissen werden. Zur Verbesserung der Wohnlage kam es in den Jahren 1964-65, weil viele junge Familien kamen, wurden Neubauwohnungen gebaut, besonders dann in den 70-ger Jahren, als an Stelle von alten Häuser im Bereich des Nikolaushügels neue Siedlungen entstanden. In diesen Jahren kam es auch zur besseren Austattung, was besonders die neuen Geschäfte, ein Kaufhaus, die Schwimmhalle, den Tennisplatz und das Skizentrum betrifft.

Das Ende der komunistischen Herrschaft brachte für Aš viele positive Veränderungen. Schon am 1. Juli 1990 wurde der Grenzübergang Aš - Wildenau eröffnet. Das Gymnasium in Aš wurde neueröffnet. Die verfallenen Häuser verändern allmählig ihr Aussehen, der Aufbau von Familienhäusern geht schneller voran. Es wurde eine Reihe von Geschäften gebaut. Im wirtschaftlichen Park der Stadt wurde von der schwedischen Firma PLM ein neuer Betrieb für die Erzeugung von Plastikflaschen aufgebaut. Es wird noch ein paar weitere Jahre dauern, bis Aš zu einer blühenden Stad mit vielen Parkanlagen und Gartenanlagen wird, so wie die Stadt ihre Bewohner in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts kannten.


 
Verantwortlich: MU Aš
Enstanden / aktualisiert: 20.2.2008 / 20.2.2008

Kontext

Plazierung: Dokumentendateien > Die Geschichte
 

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